„Museum im Koffer“ zu Gast an der Realschule Zirndorf – Eine Reise ins alte Rom

Aus dem Unterricht, Schulleben

Vom 18. bis 20. März durften die 6. Klassen der Realschule Zirndorf ein ganz besonderes Projekt erleben: Das „Museum im Koffer“ machte Halt an unserer Schule und entführte die Kinder auf eine spannende Zeitreise in das antike Rom.

Im Mittelpunkt stand das Leben in der ersten Millionenstadt der westlichen Welt – Rom um etwa 100 vor Christus. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur zuhören, sondern selbst aktiv werden und den Alltag der Römer hautnah erfahren.

In verschiedenen Stationen wurde das römische Leben lebendig:

So konnten die Kinder in die Rolle antiker Handwerker schlüpfen und eigene Kupferarmreife herstellen. Mit Hammern und Prägestempeln entstanden individuelle Schmuckstücke, ganz wie in einer römischen Werkstatt.

Auch die Schönheitspflege der Römer wurde thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler probierten aus, wie sich wohlhabende Römer schminken ließen – natürlich mit modernen und ungefährlichen Materialien, aber nach historischen Vorbildern.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bildung im alten Rom: Mit einem Abakus wurden einfache Rechenaufgaben gelöst und auf Papyrus schrieben die Kinder lateinische Sprüche – ganz wie einst im Unterricht beim „Magister Ludi“.

Besonders beliebt war die Station zur römischen Küche. Gemeinsam bereiteten die Schülerinnen und Schüler typische Speisen wie Moretum (römischer Kräuter-Käse-Aufstrich) und Globi (süße Grießknödelchen, die in Honig und Mohn gewälzt werden) zu. Beim anschließenden „Gastmahl“ konnten die selbstgemachten Gerichte natürlich auch probiert werden.

Auch technisch wurde es spannend: Beim Bau eines freistehenden Bogens erfuhren die Kinder, wie die Römer ihre beeindruckenden Bauwerke errichteten. Gemeinsam wurde ein stabiler Bogen konstruiert, der sogar als kleine Brücke genutzt werden konnte.

Die drei Tage mit dem „Museum im Koffer“ waren für alle Beteiligten eine lehrreiche und abwechslungsreiche Erfahrung, die Geschichte lebendig werden ließ und sicher noch lange in Erinnerung bleibt.

(B. Scheuenstuhl; Fotos: V. Kellermann)